Festival »Land In Sicht«

Samstag, 26.05. – Paretzer Scheune

Inmitten des denkmalgeschützten Dorfkerns Paretz befindet sich die Kulturscheune in einem eh. havelländischen Gutshof.

Eröffnung des Festivals

Die Schirmherrin des Festivals und Initiatorin des Theaterring Brandenburg, Frau Dr. Helga Breuninger, eröffnet das Festival.

16.00 Uhr
»Die Feuerwehr ist da«

Schauspieler Jens-Uwe Bogadtke verkörpert Heiko Butzke, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr im Oderbruch. Das Jobcenter hat ihn im Visier, will ihn nach Stuttgart vermitteln. Egal ob im Zwiegespräch mit der Tragkraftspritze, den Uniformen, die seine Kameraden symbolisieren oder der Frau vom Jobcenter, seine Wut und Verzweiflung fesseln ebenso wie sein Humor das Publikum zum Lachen bringt. Szenenapplaus, Jubel, stehenden Ovationen.

Dieses Theaterstück entstand nach Befragungen von elf Freiwilligen Feuerwehren im Oderbruch.

Regie: Matthias Brenner
Mit dem Schauspieler Jens-Uwe Bogadtke, dem Gitarristen Tobias Hartmann & der Feuerwehrfrau Anita Giese
Eine Produktion des Oderbruchpavillons mit dem Theater am Rand

 

17.30 Uhr
»Die Lange Theatertafel«

Im Zentrum jedes Festivaltages steht die »Lange Theatertafel« – ein Ort der Begegnung, nicht nur symbolisch. Dörfler und Städter, Künstler und Nicht-Künstler, Alte und Junge, Zugezogene und Alteingesessene kommen sich bei Tischgesprächen und gemeinsamem Essen näher. Das kreative Speed-Dating mit kulinarischer Note, moderiert vom deutsch-französischen Künstlerduo Théâtre Au fil des nuages aus Kirchmöser (Brandenburg/Havel), steht unter dem Motto »Schmeckt’s euch auf dem Land«. Die lange Tafel dient sowohl als Bretterbühne für prominente Gäste und Talente aus der Nachbarschaft als auch als Debattiertisch für das Sehnsuchtsthema »Land«.

19.30 Uhr
»Drei Schwestern«

Schlank, auf das Wesentliche reduziert, so bekommt Anton Tschechows »Drei Schwestern« in der puren Umgebung der Paretzer Scheune eine enorme Sogkraft.

Nach dem Tod des Vaters bleiben die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina in der Provinz zurück, in die sie niemals wollten und aus der sie sich ständig weg sehnen. Einst wegen der militärischen Karriere des Vaters hergezogen, verlieren ihre Argumente zu bleiben an Tragfähigkeit. Der richtige Moment, um nach Moskau zurückzukehren, scheint endlich gekommen. Doch die drei Schwestern bleiben untätig. Sie reden weiter über Hoffnungen und Wünsche, über die Sehnsucht nach einem besseren Leben, sie debattieren über Arbeit, aber unternehmen nichts.

Es ist schwer, sich der tragischen Handlungsunfähigkeit der Schwestern zu entziehen.

»Die Zeit kommt, da drängt sich auf uns alle eine Gewitterwand zu, es braut sich ein gesunder, starker Sturm zusammen, der auf uns zu kommt, der schon nah ist und von unserer Gesellschaft wegbläst alle Faulheit, Gleichgültigkeit, alle träge Langeweile.«

Der Regisseur Jens Bluhm hat das berühmte Stück Tschechows von elf Personen auf die drei wesentlichen Charaktere reduziert: die drei Schwestern. Zu den Schauspielerinnen Elena Nyffeler, Lisa Hofer und Anna Eger gesellt sich der Jazzgitarrist Matthias Waldthaler.

Bearbeitung und Regie: Jens Bluhm
Es spielen: Anna Eger, Lisa Hofer, Elena Nyffeler & Gitarrist Matthias Waldthaler
Bühne: Matthias Rümmler
Kostüm: Rebecca Löffler
Produktion: theater.land (eh. LehnschulzenHofbühne Viesen)

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